Halloween – Nein Danke?

Vampire, Werwölfe, Zombies und andere Gruselgestalten schleichen Abends durch die Stadt und wollen deine kostbaren Süßigkeiten. Bedrohlich stehen sie vor deiner Haustür und versprechen dir Saures, wenn du dich weigerst ihnen zu geben was sie fordern. Viele anständige Bürger sind verschreckt und öffnen nicht die Türe. Auf die Straße traut sich niemand mehr und aus dem Nebel erscheinen immer mehr furchterregende Gestalten. Jawohl, es ist Halloween!! Aber man hört immer mehr Stimmen, welche sagen: Halloween – Nein Danke. Aber warum ist das so und was fürchten diese Menschen?

Es kommt ja aus Amerika.

Von den Halloween Gegnern hört man gerne das Argument, dieser künstliche Brauch kommt ja aus Amerika. Was brauchen wir das hier bei uns?

Ich will jetzt nicht die Geschichte von Halloween erklären, dazu gibt es bessere Seiten im Netz. Aber aus Amerika kommt Halloween nicht. Die Ursprünge stammen aus Irland, also aus Europa. Dass die Amis ihren ganz eigenen Kult daraus gemacht haben, ist ja unbestritten. Aber wenn wir es schon „übernommen“ haben, dann bitte von unseren europäischen Fastnachbarn.

Ich verstehe sowieso nicht, warum einige Menschen Amerika so verteufeln. Ich sehe gerne Hollywoodfilme, esse (sporadisch) gerne einen Hamburger und liebe Halloween.

Halloween-nein danke

Früher sagte ich auch Halloween – Nein Danke.

Aber Kinder verändern das Leben eines Mannes. Natürlich auch das einer Frau.

Als ich noch Single war, hatte das Halloween Fest noch nicht so eine starke Bedeutung bei uns. Es gab ein paar Party mit Kostümen, aber das war es auch schon.

Erst als mein Sohn Benni auf die Welt kam, stieg auch das Halloween Fest in meiner Bedeutung. Inzwischen macht es mir sehr viel Spaß und ich freue mich wie ein kleines Kind auf die Verkleidungen jedes Jahr.

Alles nur Geldmacherei?

Von den Halloweengegnern hört man gerne das Argument, dass der 31. Oktober nur ein Geschäft ist. Es werden Unmengen an Süßigkeiten und an künstlichem Blut verkauft.

Ok, das Argument kann ich fast akzeptieren. Aber das muss ich immer eine Gegenfrage stellen: Was ist denn z.B. mit Muttertag und Vatertag? Wird hier nicht in erster Linie ebenfalls auf die Blumenverkäufer geschaut? Vor noch gar nicht allzu langer Zeit, als Halloween noch nicht so bekannt war, wurden für den Muttertag und Vatertag die selben Argumente verwendet, wie man sie heute von den Halloweengegnern hört.

Klar, es wird mit Halloween eine Menge Geld gemacht. Aber das Gleiche gilt auch für Weihnachten, Ostern, Neujahr usw.

Wie immer gilt auch hier, wer nicht mitmachen will muss es ja auch nicht. Aber deswegen sollte man nicht immer alles schlecht reden.

Halloween-nein danke

Die Kinder haben eine große Freude daran.

Jetzt vielleicht zum wichtigsten Argument für pro Halloween.

Die Kinder haben eine Menge Spaß daran. Sei es jetzt das Verkleiden, das Umherziehen mit Freunden, die Eine oder Andere Süßigkeit abzustauben und einfach nur ihre Gaudi haben.

Für den einen Abend kann man ja die Ernährungswissenschaft einmal außen vor lassen und sich die Süßigkeiten einfach schmecken lassen.

Leider Gottes kommt es in Großstädten immer öfters vor, dass das Herumziehen von Haus zu Haus verboten wird. Das kann und will ich nicht akzeptieren oder verstehen. Was stellen die Kinder denn schon an? Sie präsentieren den Leuten stolz ihre Kostüme und erhoffen sich ein paar Bonbons. Klar, einige Menschen fühlen sich gestört, wenn es an der Tür klingelt. Aber dann müsste man auch die Sternensinger verbieten. Aber hier wird leider mit zweierlei Maß gemessen.

Öffnet eure Türen und seid nett.

Jetzt mein Appell an euch: Wenn es am 31. Oktober bei euch an der Türe klopft, macht doch einfach auf.

Ihr macht den Kindern eine riesen Freude. Sie haben sich eigentlich nur für euch so schick gemacht. Und wenn ihr noch ein paar Süßigkeiten habt, dann teilt sie mit ihnen. Dieses Erfolgserlebnis solltet ihr den Kindern nicht nehmen.

Achja, vielleicht noch eine kleine Story von meiner Mutter.

Sie wusste nichts von Halloween und es klopfte an ihrer Tür. Sie öffnete die Tür uns sah in die Augen von Little Zombie, Lord Dracula und Miss Hexilein. Total perplex und mit der Situation überfordert, sagte sie den Kindern: Ich bin nicht da“ und schloss die Tür. Als sie mir davon erzählte, musste ich herzhaft lachen. Tja, so etwas kann natürlich auch passieren.