Das Meisterwerke Spiel.

Heute möchte ich euch gerne das Meisterwerke Spiel von Asmodee vorstellen. Es handelt sich dabei um ein Gesellschaftsspiel für Jung und Alt. Um was es dabei genau geht, und, für wen es geeignet ist, erfahrt ihr im folgenden Bericht.

Wie wir auf das Meisterwerke Spiel gekommen sind.

Unsere Familie liebt, wie ihr sicher schon mitbekommen habt, interessante Spiele.

Deswegen stöbere ich von Zeit zu Zeit bei Amazon wegen neuer Spiele. Dazu benutze ich gerne die Bestsellerliste, hier findet man die beliebtesten Spiele mit den besten Kundenrezessionen.

Das Meisterwerke Spiel ist mir sofort wegen der Verpackung aufgefallen. Sie hat einen gewissen künstlerischen Touch. Die Spielidee fand ich auf Anhieb interessant und auf die bisherigen Kundenbewertungen waren positiv.

Also bestellte ich das Spiel und dank Amazon Prime war es am nächsten Tag schon geliefert.

Um was geht es bei dem Meisterwerke Spiel?

Meisterwerke Spiel

Meine bescheidenen Meisterwerke.

Zuerst einmal ein Hinweis: Wer unbedingt bei einem Spiel gewinnen möchte und nur deswegen überhaupt spielt, wird hier etwas enttäuscht sein. Bei dem Meisterwerke Spiel ist, wie bei keinem anderen mir bekannten Spiel, das Gewinnen kein Thema. Klar, es gibt immer einen Gewinner. Aber hier steht tatsächlich der Spielspaß im Vordergrund. Selbst meinem Sohn Benni mit seinen acht Jahren, ist es egal, ob er gewinnt oder nicht.

Das Meisterwerke Spiel ist ein Spiel für Personen, welche nicht zeichnen können. Das kann ich nur unterstreichen.

Es gilt, ein Bild nur nach Beschreibung zu zeichnen.

Klingt einfach? Das dachte ich auch. Zumindest solange, bis ich das erste Mal das Meisterwerke Spiel gezockt habe.

Selten hat meine Familie beim Zeichnen so gelacht. Aber lasst es mich genauer erklären.

Die Spielregeln vom Meisterwerke Spiel.

Meisterwerke Spiel

Für das Spielen braucht es mindestens drei Spieler. Je mehr, desto besser.

Einer der Spieler ist der sogenannte Meister. Die anderen sind die Künstler.

Der Meister zieht eine der Beschreibungskarten und steckt sie in die Kartenabdeckung. Weder der Meister, noch die Künstler dürfen die Karte sehen.

Auf der Karte befindet sich im oberen Teil das zu beschreibende Bild samt Bildtitel.

Darunter befinden sich 10 sogenannte Kontrollpunkte. Diese Punkte sollten bei den Zeichnungen sichtbar sein. Die Kontrollpunkte werden von der Kartenabdeckung abgedeckt.

Die Künstler nehmen sich einen der mitgelieferten Zeichenblöcke und einen im Spiel enthaltenen Bleistift. Sie schreiben ihren Namen auf den Zettel und warten auf die Erklärung des Meisters.

Der Meister würfelt den 10-seitigen Würfel. Die obenliegende Zahl ist die Bonuszahl. Die Spieler haben auf ihrem Block unten die Bonusleiste. Sie markieren die gewürfelte Zahl.

Jetzt geht`s los.

Der Meister dreht die Kartenabdeckung um und liest den Bildtitel vor. Damit haben die Künstler eine ungefähre Vorstellung, um was es überhaupt geht. Die Kontrollpunkte bleiben weiterhin abgedeckt.

Jetzt dreht der Meister die Sanduhr um und hat nun 90 Sekunden Zeit, das Bild zu erklären. Und zwar so zu erklären, dass es die Künstler nachzeichnen können. Die Künstler dürfen nicht dabei sprechen, Fragen an den Meister sind nicht erlaubt. Lachen ist sehr wohl erlaubt und das ist gut so.

Nach 90 Sekunden beendet der Meister seine Beschreibung, egal ob er fertig ist oder nicht. Die Künstler legen die Stifte zu Seite und atmen einmal kräftig durch.

Jetzt tauschen die Künstler untereinander ihre Meisterwerke, sodass jeder das Werk des Anderen beurteilen muss.

Nun zieht der Meister Karte aus der Kartenabdeckung und lest die Kontrollpunkte nach der Reihe vor.

Jeder Künstler muss nun überprüfen, ob die vor ihnen liegende Zeichnung die Kontrollpunkte erfüllt. Für jede Übereinstimmung gibt es einen Punkt, welcher auf dem Zeichenblock in der unteren Leiste notiert wird. Drei Punkte gibt es für die gewürfelte Bonuszahl. Ist z. B. die Bonuszahl 7, so gibt es für die Kontrollfrage 7 drei Punkte. Aber natürlich nur, wenn sie zutrifft.

Jetzt dürfen die Künstler auch untereinander diskutieren. Wenn der Eine der Meinung ist, der Kontrollpunkt trifft nicht zu und der betreffende Künstler sein Meisterwerk verteidigt, kommt es zu sehr witzigen Diskussionen.

Zum Schluss zeigt der Meister das Bild den Künstlern. Hier hat meistens des Meisters Stunde geschlagen. Er kann sich nun seine dürftige Erklärung der Zeichnung anhören. Oder er bekommt großes Lob. Das variiert je nach den Künstlern….

Ist die Runde zu Ende gespielt, wird der vom Meister sitzende linke Spieler der neue Meister. So wird aus jedem Künstler auch einmal ein Meister.

Extrem hoher Spaßfaktor.

Meisterwerke Spiel

Die Zeit verrinnt.

Das Meisterwerke Spiel besitz einen extrem hohen Spaßfaktor.

Ich kenne kein Spiel, wo wir so herzlich gelacht haben. Wenn der Meister das Bild beschreibt und nachträglich einige Änderungen vornimmt, verzweifeln die armen Künstler immer mehr.

Ein typisches Beispiel aus einem Spiel:

Der Meister erklärt: Auf dem Bild ist ein Krokodil zu sehen. Die Künstler malen brav ein Krokodil in die Mitte des Blocks. Meister: Das Krokodil ist auf der rechten Seite des Bildes zu sehen. Die Künstler fluchen still vor sich hin. Meister: Das Krokodil steht auf den Hinterbeinen und hat die Vorderpfoten in der Luft. Die Künstler verzweifeln. Meister: Die rechte Hand ist über dem Kopf und die linke Hand baumelt neben dem Körper. Die Künstler fluchen laut und Lachen macht sich breit.

Solche Situationen sind allgegenwärtig.

Besonders wenn Kinder als Meister agieren. Mein Sohn liebt genaue Angaben. Da gibt es kein links oben in der Ecke ist die Sonne zu sehen. Nein, bei ihm heißt es: Da oben ist Sonne. Man kommt aus dem Lachen nicht mehr raus.

Das Meisterwerke Spiel ist für Jung und Alt.

Meisterwerke Spiel

Für Jung und Alt.

Das Meisterwerke Spiel ist beinahe für jedes Alter geeignet. Von Kindern ab acht Jahren bis zu unserer Oma lieben alle das Spiel.

Wenn die Generationen beim Spielen aufeinandertreffen, wird es besonders lustig.

Der unterschiedliche Wortschatz und die teilweise altmodischen Wörter sorgen bei allen Beteiligten für große Heiterkeit.

Wenn die, beim Zeichnen, akribische Oma auf den Enkel mit seinen Strichmännchen trifft, ist das Lachen garantiert.

Fazit:

Das Meisterwerke Spiel war einer der besten Käufe in letzter Zeit.

Es ist ein sehr kommunikationsfreudiges Spiel. Man sollte sich auf strapazierte Lachmuskeln und viel diskutieren einstellen.

Das Geniale ist, dass die Erwachsenen mindestens genau soviel Spaß haben, wie die Kinder. Das ist ja leider nicht bei allen Spielen der Fall.

Bei meinem 8-jährigen Sohn bemerke ich, wie er die Bilder von Spiel zu Spiel besser erklärt. Und auch seine Zeichnungen werden genauer und detaillierter. Es ist also auch zweifellos ein pädagogisch wertvolles Spiel.

Was ich noch nicht beurteilen kann, ist die Langzeitmotivation.

Wenn man alle Bilder schon einmal gezeichnet hat und sich die Bilder dann wiederholen. Das dauert bei 120 Bildern aber eine Weile.

Mein Sohn hat inzwischen schon eine neue Idee.

Er macht eigene Karten mit Kontrollfragen. Gefällt mir gut.

Das Meisterwerke Spiel ist uneingeschränkt zu empfehlen für Leute, welche gerne Lachen und kommunikativ sind.