Die Geggis

Die Geggis.

Durch Zufall fiel mir das Buch „Die Geggis“ in die Hände. Und ich war sehr überrascht, wie toll dieses Buch ist. Und noch mehr war ich überrascht, wie toll Benni dieses Buch fand.

Mira Lobe

Das Buch stammt von der Schriftstellerin Mira Lobe.

Die in Österreich geborene Kinderbuchautorin hat eine beachtliche Reihe von Kinderbüchern geschrieben. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich nur die Bücher „König Tunix“ und „Die Omama im Apfelbaum“ von ihr kannte.

Diese beiden Bücher hatte ich in meiner Kindheit gelesen und geliebt. Wahrscheinlich ist es deswegen auch nicht verwunderlich, dass mir die Geggis so gut gefallen.

Kurzinhalt von „Die Geggis“.

Die Geggis sind Fantasiewesen, welche in einer Fantasiewelt leben. Es gibt zwei Arten von Geggis: da wären zum einen die grünen Sumpfgeggis. Sie leben im Wasser und im Sumpf.

Auf der anderen Seite gibt es die orangenen Felsgeggis. Diese Geggis leben in den Bergen und im Gebirge.

Obwohl sich diese beiden Gruppen von Geggis noch nie gesehen haben, hassen sie sich wie die Pest. Den Sumpfgeggis ist es verboten zu klettern und die Felsgeggis dürfen nicht ins Wasser. Es weiß zwar keiner mehr warum das so ist, aber alle Geggis halten sich an diese Regeln. Nun ja, fast alle.

Durch Zufall lernen sich der Felsgeggi Rokko und der Wassergeggi Gil kennen. Anfangs stehen sich die beiden Geggi Kinder noch feindselig  gegenüber. Doch schnell werden Sie Freunde und der Felsgeggi lernt schwimmen und der Wassergeggi lernt klettern.

Die beiden Geggis kehren wieder zu ihren Stämmen zurück und überzeugen die anderen Geggis, dass die angeblich so bösen Geggis eigentlich sehr nett sind. Nach anfänglichem Zögern schließen die verfeindeten Geggis Frieden und leben von nun an zusammen.

Die Botschaft der Geggis.

Ich finde, dass Mira Lobe mit den Geggis eine zentrale Botschaft hat: Vorurteile entstehen durch Unwissen.

Die beiden unterschiedlichen Geggis haben sich noch nie zuvor gesehen. Und trotzdem hassen sie sich. Dieses Vorurteil wird von Generation zu Generation weitergegeben. Erst als sich die beiden Geggi Kinder begegnen bemerken sie, dass Sie gar nicht so unterschiedlich sind. Im Gegenteil, sie haben viel gemeinsam. Und jeder kann vom Anderen lernen.

Sind die Geggis für Kinder wichtig?

Diese Buch ist sowohl für Kinder, aber auch für Erwachsene sehr empfehlenswert.

Kinder haben gegenüber ihren Eltern einen großen Vorteil: Sie kennen keine Vorurteile. Diese werden Ihnen erst später von den Erwachsenen oder von anderen Kindern beigebracht.

Die Geggis zeigen aber den richtigen Weg. Man muss den anderen erst kennen lernen und über ihn urteilen zu können. Somit lösen sich meistens die Vorurteile in Luft auf. Den oft entdeckt man dabei viele Gemeinsamkeiten und man kann außerdem noch viel voneinander lernen. Gerade wir Erwachsene können uns von den Geggis noch eine dicke Scheibe abschneiden.

Geggis

Die Erzählform der Geggis.

Das Buch ist in Reimen geschrieben.

Anfangs habe ich mir beim Vorlesen etwas schwergetan. Aber man gewöhnt sich sehr schnell an die Reime und Benni hat es sehr gut gefallen. Vor allem die lustigen Namen und Bezeichnungen haben es ihm angetan. Da gibt es zum Beispiel die Felsenkraxler und die Schluchtenhaxler. Oder die Sumpfgatschler und die Schlammwatschler. Oder den Onkel Babo und die Tante Odumei. Lobe hat sich wirklich viel Mühe mit den Ausdrücken gegeben. Und das Resultat gefällt den Kindern. Und auch den Erwachsenen.

Fazit:

Die Geggis sollten in keinem Kinderzimmer fehlen.

Die Geschichte ist lustig und spannend erzählt. Der pädagogische Wert von dem Buch ist nicht zu unterschätzen. Das gilt vor allem für Kinder, aber auch Erwachsene können hier noch etwas lernen.