Fechten für Kinder

Fechten für Kinder hatten wir noch nicht in unserem Programm. Also besuchten wir im Rahmen des Wiener Ferienspiels den Union Fechtclub Wien. Wir mussten bequeme Sportkleidung mitnehmen und waren schon sehr aufgeregt, was uns erwarten würde.

Lockere Atmosphäre.

Wir wurden sehr freundlich begrüßt und Benni zog sich in der Garderobe um.

Ich sah mir die Sporthalle an. Naja, Sporthalle ist vielleicht übertrieben. Ein kleiner Turnsaal würde es besser beschreiben. Aber soweit ich sehen konnte, war alles vorhanden, was für Fechten für Kinder nötig war. Eine große Auswahl an Helmen, Körperschutz und natürlich den Stichgeräten. Verzeih meine Unwissenheit, aber ich habe keine Ahnung was ein Degen, ein Florett oder ein Säbel ist.

Nachdem sich ca. 20 Kinder samt Eltern eingefunden haben, ging es los. Die Kinder waren so zwischen 7 und 12 Jahren alt. Überrascht war ich von dem hohen Mädchenanteil, welcher mehr als die Hälfte war. Mein Sohnemann sichtlich auch, denn er schaute recht grimmig. Eh klar. mit sieben Jahren sind Mädchen einfach nur lästig.

Zum Aufwärmen durften die Kids einige Runden laufen. In Kombination mit dem „köstlichen“ Turnsaalaroma, waren die Kinder recht schnell erledigt. Der Trainer, ein ganz lieber und kinderfreundlicher Mann, beendete das Laufen und ließ die Kinder Aufstellung nehmen.

fechten für kinder

Der Ausfallschritt

Ausfallschritt und zustechen.

Aufgefädelt wie Perlen standen die Nachwuchsmusketiere nun da.

Der Trainer erklärte ihnen die Grundlagen des Fechtens. Grundstellung, Ausfallschritt und zustechen. Natürlich vereinfacht erklärt. Die Kinder wurden ungeduldig. Auch Benni wippte von einem Bein auf das Andere. Die Kinder wollten selber einen Degen haben und üben. Stattdessen mussten sie Schritte üben. Sah als Zuschauer ein bisserl aus wie in der Tanzschule.

Aber dann war es soweit. Jedes Kind bekam einen Degen, einen Körperschutz und einen Helm. Hurra, jetzt war die Bande nicht mehr zu halten. Sie durften zuerst gegeneinander fechten und dann alle gegen den Trainer. Er spielte den bösen Piraten und die Kids mussten ihn treffen. Das Ende der Geschichte war, dass der Trainer alle Jungfechter getroffen hatte und sie ausgeschieden waren. Aber es machte allen Spaß.

Fazit:

Fechten für Kinder macht echt Spaß.

Zumindest das Schnuppertraining hat Benni viel Freude bereitet. Er lernte viel über die Kampftechniken und den Umgang mit einem Degen. Und er bewegte sich mehr als in einer Turnstunde. Insgesamt dauerte das Schnuppern 90 Minuten.

Anmelden werde ich meinen Sohn aber nicht. Denn so gut hat es ihm wieder nicht gefallen. Und die Kosten von knapp 300 Euro pro Semester exklusive Ausrüstung sind ja auch nicht zu verachten.

Aber ich kann nur jedem empfehlen das Fechten für Kinder auszuprobieren. Wie heißt es so schön: „Einer für alle und alle für einen“.