Master of Dirt 2013

Master of Dirt 2013

 

Dieses Jahr gingen Benni und zu der Master of Dirt Show.
 

Was ist Master of Dirt?

Master of Dirt ist schmutzig. Master of Dirt ist laut. Master of Dirt ist gefährlich.

Also eigentlich die idealen Zutaten für einen gemütlichen Vater-Sohn Abend. Bei Master of Dirt führen diverse Fahrzeuge verschiedene Stunts aus. Da fahren Snowmobile über die Rampe und machen Saltos und die Motocross Maschinen machen mehr Drehungen wie mein Akkuschrauber. Das ganze spielt sich in der Wiener Stadthalle ab, wo tonnenweise Sand aufgehäuft wurde.

Das erste Master of Dirt.

Ich erfuhr von einer Arbeitskollegin von Master of Dirt. Sie war 2012 dabei und war schwer begeistert. So stöberte ich im Internet und wurde bald fündig. Bei Kartenpreisen von 60 Euro pro Person krampfte es mich kurz zusammen, aber man gönnt sich ja sonst nichts. Also bestellte ich online zwei Karten. Eine für Benni und eine für mich. Meine Frau ist nicht so begeistert von lärmenden Motoren und außerdem genießt sie einen Männerfreien Abend sicher sehr.

Eine meiner Leidenschaften ist das fotografieren. Ich nehme meine Spiegelreflex eigentlich überall mit hin, da man ja nie weiß was einem für Motive vor die Linse laufen. Aber bei Events frage ich vorher immer nach. Die Stadthalle antwortete mir sehr schnell und freundlich, das filmen und fotografieren verboten sei. Bullshit war mein erster Gedanke. Aber Roli ist ja schlau. Ich nahm meine kleine Digitale mit, welche ich im Rucksack von Benni verstaute. Und dann bestellte ich mir noch die Go Action Hero. Das ist eine 5×5 cm kleine Outdoorcamera, welche besonders handlich ist. In der Stadthalle angekommen, staunte ich nicht schlecht. Da wurde fotografiert und gefilmt, dass es eine Freude war. Neben mir hatte einer seine Spiegelreflex MIT Stativ aufgebaut. Von dem Monsterobjektiv rede ich liebe gar nicht. Aber ich habe ja meine quadratische Wuzi Wuzi Wuzi Kamera. Mann, bin ich toll.

Es geht los.

Master of Dirt beginnt. Und wie es beginnt.

Eine fulminante Show mit Feuer und sehr leicht bekleideten Mädchen wurden von ohrenbetäubender Musik untermalt. Benni hielt sich die Ohren zu, diese Lautstärke war er nicht gewohnt. Und dann ging Master of Dirt richtig los. Sämtliche Fahrzeuge fuhren zur Begrüßung in die Halle und sprangen kreuz und quer über die Sandhügel, dass es eine Freude war. Benni hielt es jetzt nicht mehr auf seinem Sitz und stehend, mit offenem Mund, bestaunte er die Show.

 Wir saßen sehr nahe beim Geschehen und die Sicht war sehr gut. Ein paar Meter vor uns tanzte immer ein Gogo Girl herum. Sie verfehlte ihre Wirkung nicht. Wie ich mich umsah, sah ich hauptsächlich Männergesichter. Und die Meisten sahen nicht die Show, sondern die Girls an. Die Sho sollte nicht Master of Dirt, sondern Master of Dance heißen.

Benni war inzwischen sehr ruhig und sah sich still die Show an.

Auftritt für die Radfahrer.

Nach einigen Motocross Einlagen, kamen die BMX Radler zum Zug. Und wie sie das kamen. Fast die gesamte erste Hälfte von Master of Dirt gehörte den Radlern. Nicht falsch verstehen. Sie boten eine gute Show mit einigen klasse Stunts. Aber ich will Motorgeräusche hören. Ich will Abgase schnuppern. Da tun sich halt die BMXler ein bisserl schwer.

Nach einer mehrminütigen Pause ging Master of Dirt weiter. Benni war inzwischen ganz ruhig und seine Backerln leuchteten rot. Oh, die Aufregung dachte ich. Aber er war inzwischen auch sehr heiß geworden. Geh bitte nicht. Söhnchen hat Fieber bekommen. Nein, nicht zuhause im Bett. Nein, nicht im Kindergarten. Ja richtig, bei der Show des Jahres hat er es bekommen.

Ich stellte also die unvermeidliche Frage: Benni, willst du nach Hause gehen? Und prompt bekam ich die Antwort: Ja bitte Papi.

Die restliche Show sah ich mir auf Youtube an.

Fazit:

Master of Dirt ist eine fulminante Show. Für Groß und Klein. Benni brauchte eine Zeit um sich an den Lärm zu gewöhnen, aber dann war es in Ordnung. Für das nächste Mal würde ich mir nur weniger Radfahrer wünschen.

Benni hatte übrigens über 39 Grad Fieber. Aber auch ihm hat die Show sehr gut gefallen.