Praterfest 2013

Praterfest 2013

Das Praterfest 2013 stand dieses Jahr auf dem Programm. Ich war das letzte Mal vor vielen Jahren auf der Praterwiese und so dachte ich mir, es ist Zeit für einen Besuch. Benni kannte es überhaupt noch nicht und war schon sehr neugierig.

Kinderprogramm und Unterhaltung.

Auf der offiziellen Seite vom Praterfest stand etwas von einem Kinderprogramm und Unterhaltung für die Kleinen. Super, genau das, was wir suchten. Also fuhren wir mit dem Auto bis in die Innenstadt und dann mit der Straßenbahn weiter. Direkt hinzufahren wäre wagemutig angesichts der Parkplatzsituation.

Mit der Bim angekommen, waren wir doch erstaunt über die Menschenmassen. Es war ein prächtiges Wetter und so zog es anscheinend viele Leute in den Wiener Prater zum Praterfest. Schon in der Hauptallee musste man wegen der vielen Radfahrer Angst haben. Irgendwie bewundernswert die Biker. Nirgends ein Platz, aber mit dem Drahtesel unterwegs.

„Papa. wo ist das Fest?“ hörte ich öfters von meinem Sohnemann. Hmmm, wenn Papa das wüsste. Irgendwo weiter vorne versuchte ich zu erklären. Ich hoffte es zumindest, sehen konnte ich nur Köpfe und Luftballons.

Ich muss auf`s Klo.

Diesen Satz lieben alle Eltern. „Papa, ich muss dringend auf`s Klo. Große Seite“.

Juhu, ich stehe auf der Hauptallee, suche das Praterfest, ringsum tausende Leute und KEIN Klo in Sicht. Hauptsache auf jeder Baustelle in Wien gibt es fünf Mobil Klos.

Also ab ins nächste Lokal. Es ist die berühmte Meierei. Elegant, vornehm und TEUER.

Vor dem Klo sitzt eine Dame und über ihr klebt ein Zettel: Pro Person 50 Cent, Kinder gratis“.

Zwischen der netten Frau und mir entsteht folgender Dialog:

Ich: Grüß Gott. Ich bin nur die Begleitperson, mein Sohn muss auf`s WC.
Sie: Macht 50 Cent.
Ich: Wieso, ich muss ja nicht. Er muss auf`s Klo.
Sie: Ja, macht 50 Cent.
Benni: Papa, dringend.
Ich: Sind Kinder nicht gratis?
Sie: Ja, macht aber 50 Cent.
Ich: Hallo? Ich nicht müssen. Warum dann zahlen?
Benni: Papaaa !!
Sie: Wenn nicht 50 Cent, dann wieder gehen.

Das Gespräch war sehr einseitig. Und ich hatte keine Münzen. Also gab ich ihr einen 10 Euro Schein und bekam 9,50 Euro in 50 Cent Münzen zurück. Meine Geldtasche in der Hosentasche zog mir fast die Hose runter wegen dem Gewicht der Münzen.

Ich glaube keine Sekunde länger und wir hätten eine neue Hose für Benni gebraucht.

Hurra, das Praterfest ist da.

Wir fanden das Praterfest. Eine tolle Bühne mit toller Musik. Jede Menge kulinarischen Köstlichkeiten. Aber leider nichts für die Kinder. Zumindest sahen wir nichts zum basteln oder sonstige Kinder Aktivitäten.

Aber wir sind auf dem Praterfest. Und da ist der Wiener Prater nicht weit. Also hin zu den Kinder Karussell.  Ja, leichter gesagt als getan. Beim Pratereingang war eine unüberschaubare Menschenmenge. Und wie ich sehen konnte nicht nur am Eingang. Nein, sie waren überall im Prater. Menschenschlangen vor den Attraktionen,  Menschenschlangen vor den Imbissbuden. Menschenschlangen vor den Menschenschlangen. Ich glaube wirklich, einige stellen sich an, nur um sich irgendwo anstellen zu können.

Das Praterfest war sehr schön, aber wir wichen großräumig aus und kehrten zur Straßenbahn zurück. Dazwischen machten wir auf den unzähligen Spielplätzen einen Zwischenstopp. Die kannten wir noch vom Draisinentag und Benni gefiel sowieso jeder Spielplatz. An einem kleinen Teich war es wirklich gemütlich. Die Füße ins Wasser baumeln lassen und die Schildkröten beobachten.

Eisgeschäft, wir kommen.

Benni war vom Praterfest begeistert. Er meinte damit zwar die Spielplätze, aber Hauptsache es war happy.

Beim Heimfahren legten wir eine Zwischenstation am Schwedenplatz ein. Wer es nicht weiß, dort gibt es das beste Eis von Wien. Junior bestellte sich einen Mega Schokobecher mit  allem dazu. Das war sein Tag. Mit einem krönendem Abschluss.

Fazit:

Mein Fazit zum Praterfest 2013 ist zwiespältig.

Wenn man ohne Kinder unterwegs ist, dann ist es wirklich genial. Es treten überall verstreut Künstler und Sänger auf. Das Wetter spielte mit, ein herrlicher Tag.

Für Kinder ist das Praterfest aber weniger geeignet. Das Kinderprogramm suchten wir vergeblich. Und der Prater ist am Praterfest einfach zu überlaufen.

Benni und ich entdeckten auch die Abschusswiese für das Feuerwerk. Um 22 Uhr aber waren wir schon längst zuhause. Vom Balkon hörte ich zwar das knallen, Benni schlief aber schon und träumte sicher vom Praterfest 2013.